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Urofa-UFAG

Urofa: Uhren-Rohwerke-Fabrik Glashütte AG     UFAG: Glashütter Uhrenfabrik AG
 
Die Firmen wurden 1926/1927 aus der Konkursmasse der Deutschen Präzisionsuhrenfabrik Glashütte e.G.m.b.H unter Leitung der Girozentrale Sachsen und unter Aufsicht von Dr. jur. Ernst Kurtz in Glashütte gegründet.
Im Jahr 1934 wurde das legendäre Raumnutzwerk eingeführt. Ende 1938 wurde die UROFA und die UFAG zur Wehrfertigung eingestuft.
Nach Anfrage durch das Reichskriegsministerium wurde ab 1939 an der Entwicklung eines eigenen, den Anprüchen der Wehrmacht entsprechenden Chronografen gearbeitet.
Ab 1941 bis 1945 wurden dann unter dem Namen Tutima die legendären Wehmachts-Chronos gebaut.
Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges 1945 wurden die Produktionsanlagen sowie noch vorhandene Werke und Werkteile der UROFA und der UFAG von der sowjetischen Besatzungsmacht als Reparationsleistung nach Moskau verbracht.
Kurze Zeit später wurden dort Werke und Uhren produziert - zum Teil noch mit Originalen Tutima-Werken.
Dr. jur. Ernst Kurtz konnte Restbestände der Werke des Kalibers 59 sicher stellen. In Memmelsdorf wurden diese Werke remontiert und an die US-Armee geliefert.
Dort gründete er dann auch seine eigene Uhrenfabrikation: Kurtz-Glahütter Tradition.
Das erste Urofa-Werk nach 1945 (schon 1946), war das unter schwersten Bedingungen entwickelte und produzierte Kaliber 61 - eine beeindruckende Leistung, bedenkt man die schwierige Lage.
1951 endete die Geschichte der Urofa/Ufag durch den Zwangs-Zusammenschluß der mittlerweile verstaatlichten Glashütter Uhrenproduktionsbetriebe sowie einiger Zulieferen zum VEB Glashütter Uhrenbetriebe (GUB).